Susanne in Australia — in Sydney vom 14. Juli 2008 bis 31. Januar 2009

Susanne in Australia

in Sydney vom 14. Juli 2008 bis 31. Januar 2009

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Cya later Australia

31. Januar 2009, in: Alltagserlebnisse
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In ein paar Stunden sitze ich im Flieger nach Frankfurt. Daheim werde ich schon sehnsüchtig erwartet, was meine Abreise hier etwas erleichtert. Ansonsten waren die letzten Tage wie ein Traum. Eigentlich war das letzte halbe Jahr irgendwie wie ein Traum, der aber nun leider vorbei ist. Gestern hatte ich mein letztes (Abschieds)BBQ, und zum ersten Mal sogar Spiegelei auf dem BBQ gemacht. Wieso entdecke ich das erst so spät?!
Danke an alle Leser fürs Vorbeischauen und Kommentieren! Ich werde mich nochmal melden, sobald ich hoffentlich gut in Deutschland angekommen bin (wenn ich nicht zum einem Eiszapfen gefroren bin)-

cya, Sanne

Australia Day

26. Januar 2009, in: Erlebens-/Sehenswertes · Sydney
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Heute feiert ganz Australien einfach mal sich selbst :-) Solch ein Feiertag passt einfach perfekt zu den Australiern, die meistens total locker, relaxed und positiv eingestellt sind.
Am Vormittag fand am Bondi Beach die Havaiana Thong Challenge statt. Man konnte für einen guten Zweck für nur 25 Dollar eine Luftmatratze in Form eines rießigen Flip Flops erwerben und dann wurde versucht, im Wasser die längste Flip Flop Kette der Welt zu bilden. Leider hat das Wetter heute nicht so ganz mitgespielt und es war recht kühl. Der Rekord von über 800 Flip Flops wurde dementsprechend bei Weitem nicht erreicht.
Am Nachmittag ging es dann mit recht vielen zum Teil unbekannten Gesichtern (ich war sechs Wochen nicht in Sydney und habe wohl auch hier einiges verpasst) in die City, wo auf mehreren Bühnen Live-Musik gespielt wurde und am Abend ein Feuerwerk geplant war. Leider hat es dann irgendwann angefangen zu regnen und nicht mehr aufgehört, so dass sich unsere lustige Gruppe aufgelöst hat. Schade, dass das Wetter heute so schlecht war, aber es hat gut getan mal wieder ein paar neue und alte Freunde wiederzusehen.

Sommer, Sonne, Beachvolleyball

20. Januar 2009, in: Alltagserlebnisse
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Ich genieße es gerade so sehr, wieder jeden Tag im gleichen Bett aufzuwachen, meine Sachen aus dem Schrank und nicht dem Backpack zu holen, und mein Shampoo steht auch schon am Badewannenrand. Soo toll! Das Rumreisen die letzten sieben Wochen war super, ich habe irre Dinge erlebt und wahnsinnig viel Spaß gehabt. Aber jeden Tag woanders aufzuwachen, immer aus dem Backpack zu leben (der bei mir extrem klein ist, weil ich keinen großen ‘richtigen’ Travel-Backpack besitze) und sich jeden Tag von Leuten verabschieden zu müssen, die man gerade erst kennengelernt hat, ist schon etwas anstrengend und macht auf Dauer müde. Müde vom ständigen Reisen. Außerdem hatte ich überhaupt keine Zeit, meine Erfahrungen mal richtig zu verarbeiten. Dafür ist in zu kurzer Zeit einfach zu viel Schönes passiert. Aber so nach und nach werde ich jetzt alle Bilder der letzten Zeit online stellen, und dann nochmal alles Revue passieren lassen ;-)

Nur noch zwei Wochen bis zum Rückflug. Aber diese zwei Wochen werden wohl die besten zwei Wochen überhaupt in Sydney. Ich werde nämlich zur Abwechslung mal rein gar nix tun außer am Strand rumhängen, Beachvolleyball spielen und ein bisschen Schnorcheln gehen. Macht man ja viel zu selten ;-) Bei dem Wetter, das mich in Deutschland erwartet, möchte ich am liebsten gleich meinen Flug um drei Monate nach hinten verschieben. Geht aber leider ned. Aber eigentlich freue ich mich auch schon wieder auf meine Freunde und meine Familie :-)
Ich sende euch allen ein paar fröhliche, australische Sonnenstrahlen zum Aufwärmen! :sonne:

Sydney Festival 2009

15. Januar 2009, in: Alltagserlebnisse · Sydney
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Die letzten Tage war in Sydney anscheindend Festival. Das hab ich leider überhaupt nicht mitbekommen, da mein Flieger von Christchurch erst gestern nachmittag in Sydney gelandet ist. Der Flug ging über Brisbane und hat ewig gedauert. Aber Zeit zum Ausruhen blieb irgendwie nicht, da wir gestern abend leider wieder einen Freund verabschiedet haben, der nun nach Deutschland zurückfliegt. Jetzt sind nur noch eine Handvoll Leute übrig, der Rest der ca. 100 Leute ist schon wieder in Deutschland, und ein paar sind noch irgendwo auf Reisen.
Mit Matthias, der jetzt gerade im Flieger sitzt, und Rodney sind wir dann noch zum Darling Harbour, wo eine rießige Leinwand im Wasser aufgebaut wurde, und der deutsche Film “Lola rennt” gezeigt wurde. Der Film war in Deutsch, aber mit englischen Untertiteln. Der ganze Darling Harbour war voller Leute, und es gab sogar schon während dem Film mehrmals und dann nochmal am Schluss großen Applaus von der Menge. Er ist wirklich super bei den Australiern angekommen.
Ich fands aber einfach richtig komisch, mitten in Sydney vor der leuchtenden Skyline einen deutschen Film anzuschauen. Ich hatte schon seit Ewigkeiten keinen deutschen Film mehr gesehen, und auf einmal auf der Leinwand Schauspieler wieder in Deutsch reden zu sehen, war etwas komisch. Ich kann nicht mal sagen dass es schön war. Ich hab mich schon viel zu sehr an Englisch gewöhnt, und die Sprache gefällt mir auch irgendwie besser als Deutsch, weil sie so einfach ist und man mit so wenigen Worten so viel sagen kann. Aber vielleicht ändert sich das ja wieder, sobald ich wieder in Deutschland bin ;-)

Dolphin Swimming in Akaroa

13. Januar 2009, in: New Zealand
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Am letzten Tag, kurz bevor wir das Auto zurückgeben mussten, waren wir noch in Akaroa beim Delphinschwimmen. Das war eine meiner besten Erfahrungen auf der Reise! Die Hector’s Delphine sind die kleinsten Delphine der Welt und sie sind vom Aussterben bedroht. Das Geld für den Trip geht in einen Fond, der sich um den Erhalt dieser bedrohten Tierart kümmert.
Die Delphine sind wild und schwimmen frei im Ozean herum. Sie werden nicht gefüttert oder trainiert. Wenn man Glück hat, und sie sich in der richtigen Stimmung befinden, kann man ins Wasser und dann sollte man sie mit etwas anlocken und versuchen, sie ein bisschen zu unterhalten. Die Delphine sind nämlich nicht dazu da, den Menschen zu unterhalten, sondern andersherum! Am besten nimmt man zwei kleine Steine mit und schlägt sie unter Wasser immer wieder zusammen, oder man macht mit dem Schnorchel Blubberblasen im Wasser. Nachdem wir ein paar Mal Delphine gesehen haben, die gerade auf Fischfang waren, (nicht die richtige Stimmung zum Spielen), und eine Mama mit ihren Baby gesehen haben (auch dann darf man nicht ins Wasser), fanden wir endlich eine Gruppe von Delphinen, die ganz neugierig waren und ein bisschen um unser Boot herumgeschwommen sind. Nach und nach sind wir dann alle ins Wasser und die Delphine sind mitten unter uns geschwommen, zum Teil nur eine halbe Armlänge an uns vorbei. Sie waren total neugierig und überhaupt nicht scheu. Ein wirklich einmaliges Erlebnis!

Im Norden bei Tasman Bay

12. Januar 2009, in: New Zealand
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In Nelson (die groesste Stadt bei der Tasman Bay) haben wir zum ersten (und einzigen Mal) zwei Naechte geschlafen. Hier ist das Wetter gleich viel schoener und die Temperaturen angenehmer. Den ersten Abend haben wir mit den zwei oesterreichischen Maedels verbracht, die wir im Bushcamp in Noosa an der australischen Ostkueste kennengelernt haben. Wir hatten uns am Tag zuvor zufaellig in Punakaiki getroffen, und da wir den selben Weg vor uns hatten, mussten wir natuerlich nochmal zusammen etwas trinken gehen und quatschen. In dem Club habe ich dann noch David getroffen, mit dem wir auch an der Ostkueste auf den Whitsundsays und auf Fraser Island zusammen gereist sind. Wir hatten somit an einem einzigen Tag drei verschiedene Leute von frueheren Reisen zufällig wiedergetroffen!

Am ersten Tag waren dann die drei Mädels skydiven und ich hatte endlich mal einen ruhigen relaxten Urlaubstag, den ich auch wirklich ‘Urlaub’ nenne. Am zweiten Tag sind wir in den Abel Tasman Nationalpark gefahren. Bis nach Marahau kann man noch mit dem Auto fahren, und ab dort fahren Wassertaxis an der ganzen Küste entlang. Der walk entlang der Küste geht bis zu vier Tagen, wir haben nur ein ganz kleines Stückchen innerhalb von zwei Stunden geschafft (weil wir etwas zu spät aufgestanden sind), aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt! Man kommt immer wieder an verschiedenen Stränden vorbei, wovon einer wirklich wunderschön war, und mich an Whithaven Beach erinnert hat. Die Form hat gepasst, nur die Farbe des Sandes nicht.

Am nächsten Tag ging es dann wieder Richtung Süden, aber an der Ostküste entlang. Geschlafen haben wir in Kaikoura, eine Stadt, die für Whale Watching, Seal Swimming und Dolphin Swimming berühmt ist. Das Whale Watching kostet allerdings 140 Dollar, mehr als doppelt so viel wie in Sydney. Da einige von uns das schon in Sydney gemacht haben, kam es jetzt nicht mehr in Frage. Dafür haben wir umsonst eine rießige Seelöwenkolonie beobachtet. Ich saß ungefähr eineinhalb Stunden bei den Tieren und war einfach nur fasziniert, wie sie miteinander gespielt und im Wasser getobt haben, oder einfach nur faul auf den Steinen lagen. Seelöwen jagen nachts und ruhen sich tagsüber aus. Die meisten lagen auch nur faul herum. Aber es gab auch einige Babyseelöwen, die miteinander gespielt haben, was einfach nur niedlich war.

Milford Sound, Queenstown, Franz Joseph und Pancake Rocks

9. Januar 2009, in: New Zealand
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Nach Dunedin sind wir direkt auf die andere Seite der Insel an die Westkueste. Im Suedwesten gibt es eine grosse Fjordlandschaft, wo man Bootstouren entlang der Fjorde machen kann. Als wir dort waren, hat es zum Glueck geregnet ( :?: ), aber nur dadurch konnten wir tausende von tollen Wasserfaellen entlang des Fjords sehen. Das Boot ist sogar bis fast unter die Wasserfaelle gefahren. Dann hat die Crew mit Glaesern Wasser eingefangen, und wir konnten kaltes, klares Wasser direkt vom Wasserfall trinken.
Unterwegs sind ein paar Mal Delphine an unserem Boot vorbeigeschwommen, und wir haben zwei Mal an einem Felsen gestoppt, wo Seeloewen gerade ein Mittagspaeuschen gemacht haben.

Queenstown ist die Stadt, in der Bungeespringen erfunden wurde. Die anderen drei Maedels wollten hier Skydiven machen, aber leider war das Wetter zu schlecht dafuer. Also haben wir uns ein bisschen die Stadt angeschaut, und sind mit der Gondel auf den Berg gefahren, von wo aus man eine tolle Aussicht auf Queenstown, den Lake Wakatipu und die angrenzenden Berge hat. Dann gings am Abend noch nach Wanaka. Wanaka ist etwas kleiner als Queenstown, liegt aber genauso an einem schoenen See, an dessem Ufer man entlanglaufen kann. Anscheindend ist gerade die Zeit, in der viele Voegel Kueken haben. Wir haben ja schon Pinguinkueken gesehen, dann in Wanaka zwei Mal kleine Entenkueken, und weiter noerdlich nochmal Kueken von einer Art Huhn mitten im Regenwald.
In Wanaka gibt es das Cinema Paradieso, eigentlich nur ein einziger Kinosaal, aber voller Sofas und sogar einem VW Beatle Cabrio. Die Atmossphaere war wie zu Hause auf dem Sofa, und dazu gab es noch ofenwarme frische Schoko-Cookies.

Der Weg nach Franz Joseph (ja das ist der Name einer Stadt, und der Name des Gletschers dort) fuehrt mitten durch die neuseelaendischen Alpen und ist voller rauschender wilder Fluesse und Wasserfaelle. Normalerweise wuerde man wohl drei/vier Stunden fahren, aber durch das Anhalten ab und zu braucht man mindestens sechs Stunden. Wir haben am naechsten Morgen eine Halbtagestour in den Franz Joseph Gletscher gemacht. Es war wirklich beeindruckend, und die Landschaft hat mich wie schon so oft an “Herr der Ringe” erinnert. Zuerst laeuft man durch Regenwald, dann ueber ein felsiges Flussbett, dann wieder durch Regenwald und mitten durch kleine Wasserfaelle und Bergbaeche, und dann irgendwann steht man ploetzlich am Gletscher. Bevor wir ins Eis sind, mussten wir noch die Spikes an den Schuhen befestigen. Ab da fuehlt man sich ploetzlich ein bisschen wie Reinhold Messmer. Die Schritte werden langsamer und schwerfaelliger, weil das Eisen am Fuss schon ein bisschen mehr wiegt. Leider hat es an diesem Tag (wie so oft) im Gletscher geregnet, so dass die Klamotten und Schuhe klatschnass waren. Wir haben zwar die Regenjacke und -hose, Schuhe, Socken und Spikes von der Firma bekommen, aber trotzdem waren die Socken nach zwei Stunden nass, und meine Haende waren Eiskloetze.
Der Gletscher bewegt sich pro Tag einen Meter (!) nach unten Richtung Stadt. Irgendwann wuerde er mitten in der Stadt sein, aber so wie er sich vorwaerts bewegt, so schmilzt er auch pro Tag. Ganz oben am Gletscher schneit es jeden Tag, und so wird der Gletscher staendig mit Eis gefuettert, und waechst dadurch sogar von Jahr zu Jahr. Da er so rapide schmilzt am unteren Ende, muessen die Tour-Guides jeden Morgen, bevor die Touristen kommen, die Wege neu praeparieren. Alle drei/vier Wochen gibt es komplett neue Wege durch den Gletscher, weil die alten weggeschmolzen sind, und sich voellig neue Spalten und Loecher auftun. Manchmal hat man Glueck, und man kann durch Hoehlen und Bruecken laufen. Aber das ist reine Glueckssache.

Als wir am naechsten Tag in Punakaiki waren, haben wir zwei Kommilitonen von der UTS getroffen, die uns erzaehlt haben, das genau an dem Tag, als wir im Franz Joseph Gletscher waren, im angrenzenden Fox Gletscher zwei Menschen gestorben sind. Sie haben sich anscheindend vom Weg entfernt, und sind an einer ungesicherten Stelle stehengeblieben, als ca. 100 Tonnen Eis ueber ihnen zusammengebrochen sind. Natuerlich waren wir da erstmal froh, die Gletschertour schon hinter uns gehabt zu haben!
Punakaiki ist eine kleine Mini-Stadt, die eigentlich nur aus Motels und Hostels besteht. Keine Tankstelle, keine Geldautomat, kein garnichts. Punakaiki wuerde es eigentlich nicht geben, wenn dort nicht die Pancake Rocks waeren, eine einzigartige Felsformation an der Kueste, die aussieht, als waeren hunderte von Pancakes uebereinander gestapelt. Der Fels besteht aus limestone, der weich und formbar ist. Der Weg an der Kueste ist 20 min lang, und man sieht ein paar richtig beeindruckende Loecher im Felsen, in die Wasser vom Meer reingedrueckt wird, und dann mit einem lauten Zischen und Gebruell nach oben geschleudert wird (sog. blowholes). Aber trotzdem kann keiner erklaeren, wie diese Pancakes-Form zustande gekommen ist.
Bei Punakaiki gibt es ausserdem einen schoenen Nationalpark mit Regenwald. Wir sind ein kleines Stueck dort gewandert und an der Kueste gelandet, deren Strand nicht aus Sand, sondern aus lauter kleinen bunten, runden Steinen bestand. Das Laufen dort war richtig angenehm fuer die Fuesse und die Felsformationen wieder einmal nur zum Staunen. Wir wollten gar nicht mehr weg vom dem Strand.

kleiner Autounfall

4. Januar 2009, in: New Zealand
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In Dunedin hatten wir einen kleinen Zwischenfall mit dem Auto, der zwar nicht so dramatisch war, aber trotzdem Zeit und vor allem Nerven gekostet hat. (Wahrscheinlich kostet er auch noch richtig viel Geld.) In Neuseeland (und auch Australien) muss man immer erstmal zahlen bei einem Unfall, egal ob man Schuld hat oder nicht. Die Mietwagenfirma hat ja immer eine Kreditkarte, und zieht die Kosten fuer die Reperatur sofort von der Kreditkarte ab. Erst hinterher wird in der Schuldfrage ermittelt, und wenn man Glueck hat, zahlt dann die Versicherung des Schuldigen, und man bekommt vielleicht sein Geld zurueck.
Wir standen also am Strassenrand, und haben eine Passantin nach dem Weg gefragt. Als wir gerade weiterfahren wollten, kam von hinten ein Auto angerast, rauscht einen Millimeter an der Fahrerseite vorbei, macht einen fetten Kratzer von vorne bis hinten in die komplette Fahrerseite, und haut voll unseren Aussenspiegel ab. Das Ganze spielte sich innerhalb von einer Sekunde ab, und der Knall hat uns erst mal voll geschockt. Zum Glueck hat der Fahrer dann angehalten, und kam zu uns. Zehn Minuten spaeter hat er ganz offen zugegeben, was wir bei seinem ersten Anblick schon vermutet hatten. Er war betrunken. Er war zum Glueck einigermassen kooperativ, und wir konnten gemeinsam so eine Art Unfallprotokoll ausfuellen, und die Personendaten austauschen.
Den Aussenspiegel haben wir jetzt notduerftig mit tape fixiert. Zum Glueck ist uns nichts Ernstes passiert. Der betrunkene Fahrer haette ja auch direkt hinten in unser Auto reinfahren koennen. Trotzdem ist das wirklich aergerlich, weil wir nicht genau wissen, wie teuer das Ganze wird, aber die Kreditkarte von Heike erstmal mit der ganzen Summe belastet wird. Ob wir das Geld irgendwann wiederkriegen, steht auch in den Sternen.

Christchurch, Mt Cook und die Ostkueste von Neuseeland

4. Januar 2009, in: New Zealand
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Als wir in Christchurch das Auto abgeholt haben, wollten wir gleich mal unsere CDs ausprobieren, und haben Gott sei Dank dort vor Ort noch festgestellt, dass das Radio nicht funktioniert. Ohne Radio oder CD konnten wir unmoeglich 12 Tage rumfahren. Die Leute dort haben versucht es wieder anzukriegen, aber irgendwas war total kaputt, und nach einer Weile haben sie uns ein neues Auto gebracht. Aber auch bei dem neuen Auto war irgendwas nicht in Ordnung. Nach einer Weile bekamen wir dann unser drittes Auto und haben drei Stunden Zeit verloren.
Christchurch ist eine kleine nette Stadt, aber viel Zeit braucht man dort nicht zu verbringen. Auf dem Weg zum Mt Cook, dem hoechsten Berg Neuseelands mit ca. 3700km, haben wir gleich die einzigartige Landschaft feststellen koennen. Alles sieht so gruen, und einfach nur wunderschoen aus. Die Waelder erinnern zwar an Europa, aber trotzdem gibt es ab und zu Palmen, und dann wieder flache Ebenen mit ganz vielen Kuehen und natuerlich ueberall Schafe. Oft stechen aus dem Gras ganz krasse Felsformationen hervor, und man wundert sich total wo der Fels jetzt herkommt, weil aussenrum nur eine saftige Grasflaeche ist.
Der Himmel war die ersten Tag auch total blau, aber anders blau, viel heller und leuchtender als gewoehnlich. Vor Mt Cook liegen der Lake Tekapo und der Lake Pukaki. Deren Wasser ist so tuerkisblau, dass man es kaum glaubt, obwohl man es mit eigenen Augen sieht. Es sieht total unnatuerlich aus, als ob jemand Milch ins Wasser geschuettet hat. Zusammen mit den Gebirgen aussenrum sieht es aus wie im Paradies. Die Farbe kommt daher, dass das Wasser von den Bergen geschmolzenes Gletscherwasser ist, das auf dem Weg nach unten kleine Gesteinspartikel mitnimmt, die so fein sind, dass sie im Lake oben an der Oberflaeche schweben, was dann dieses Wahnsinns-Tuerkis ergibt. Die Seen sehen gar nicht tief aus, und man moechte am liebsten sofort reinspringen, aber sie sind bis zu 700m tief, und die Wellen am Ufer sahen ganz schoen gefaehrlich aus. Ausserdem bestand das Ufer aus glatten runden Steinen, was das Rauskommen aus dem Wasser bestimmt schwierig gemacht haette.
Nach Mt Cook, den wir natuerlich nicht bestiegen haben, sind wir direkt an die Ostkueste zurueck und nach Omaro, wo man die kleinsten Pinguine der Welt beobachten kann, wie sie abends aus dem Meer zurueck in ihre Nester am Ufer klettern. Das sieht total niedlich aus, und kleine Pinguinkueken haben wir auch gesehen. Aber natuerlich muss man dafuer etwas Geld bezahlen, und sitzt dann auf einer Art Theaterbuehne. Fotos sind auch nicht erlaubt, um die Tiere nicht zu stoeren.
Auf dem Weg nach Dunedin gibt es einen Leuchtturm, wo man dann kostenlos aus einem kleinen versteckten Haeusschen die ganz scheuen Gelb-Augen-Pinguine beobachten kann. Wir hatten echt Glueck und haben zwei der Tiere mitten am Tag gesehen, obwohl die ja immer nur morgens und abends am Strand vorbeikommen. Dort kann man dann auch Fotos machen, wenn der Zoom gut genug ist ;-)
In Dunedin sollte man sich zwei oder drei Tage Zeit nehmen. Dort gibt es eine grosse Koenigs-Albatros Kolonie, und einen Strand, an dem auch Pinguine und Seeloewen leben. Wir hatten wieder einmal total Glueck, und haben eine ganze Seeloewen-Kolonie beobachtet. Wir konnten sogar richtig nah ran, bis auf mehrere Meter, was im Angesicht des riessigen Seeloewen-Bullen fast schon zu nah war fuer meinen Geschmack. Zwei Maennchen haben sich bekaempft, und wir konnten beobachten, wie ein Seeloewen-Paerchen miteinander flirtet und kuschelt.

Happy New Year 2009

31. Dezember 2008, in: Alltagserlebnisse
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:happy_new_year: Ich wünsche allen ein glückliches neues Jahr 2009! Hier ist es mittlerweile schon seit dreieinhalb Stunden 2009 und ich bin hundemüde. Das Feuerwerk war spitzenmäßig! Es ist viel viel besser als am TV, wenn man live dabei ist!
:feuerwerk:
In ein paar Stunden verlasse ich dann mein geliebtes Sydney auch schon wieder, um mir zwei Wochen lang Neuseeland anzuschauen.


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